Die Geschichte der Verlobung – vielleicht so alt wie die Hochzeit selbst

Die wahrscheinlich erste Erwähnung des heutigen Verlobungsrituals kann man im klassisch römischen Recht finden. Damals nannte man diese Zeremonie lateinisch „Sponasalia“ – also ein formloses Versprechen ohne besonderen Rechtsschutz. Zwar gab es sogar bei den alten Ägyptern und den Kelten schon Eheversprechen in Form von aus Gras geflochtenen Ringen oder besonderen Halsketten – die Grenze zwischen Verlobung und Hochzeit war in diesen Zeiten aber nicht klar definierbar.

Auch noch vor hunderten von Jahren wusste in unserem Sprachraum niemand etwas mit dem Wort Verlobung anzufangen. Damals gab es nur die so genannte Brautschau oder den Brautkauf. Bei der Brautschau pilgerten Junggesellen durch das Umland ihres Geburtsortes und hielten Ausschau nach passenden Gemahlinnen. Wurden Sie fündig, dann gingen die Verhandlungen in Sachen Brautpreis mit dem zukünftigen Schwiegervater los. Von Romantik weit entfernt, war damals die Verlobung also eher ein Kaufvertrag.

Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts war die Verlobung jedoch zumindest in Europa und den USA ein gesellschaftliches Muss vor der Heirat. Die Verlobungsrituale waren allerdings von Region zu Region völlig verschieden. Im südlichen Bayern gab es beispielsweise den so genannten „Ja-Schmarrn“, einen Eierkuchen der als Verlobungsantrag gewertet wurde wenn die Braut diesen crépe-ähnlichen Pfannkuchen dem Zukünftigen vorsetzte. In Schwaben war die Keuschheitspflicht nach der Verlobung passé und man heiratete erst wenn die Braut schwanger war.

 

 

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