Trauungszeremonien - Es gibt unvorstellbar viele Arten, den ewigen Bund zu schließen

Zeremonie

Es gibt Pfarrer, Pastoren und Theologen, die sich der Gestaltung Ihrer Trauungszeremonie annehmen – und dann gibt es noch freie Theologen wie Herr Daniel Catalano. Glücklicherweise konnten wir gerade Herrn Catalano als Interviewpartner für den Sektor Trauungszeremonien gewinnen, denn Herr Catalano steht voll und ganz hinter seiner Tätigkeit als freier Trauredner. Auch hier durfte unser Redakteur einen Menschen kennen lernen, dessen Beruf eine Berufung zu sein scheint. Bei Daniel Catalano können künftige Brautpaare eine ganz besondere (oder auch ganz besonders schlichte) Trauungszeremonie erwarten, welche an Individualität kaum zu überbieten ist.
Lesen Sie hier über die aktuellen Trends beim "JA sagen":

UF: Udo Fleckenstein, unser Redakteur
DC: Daniel Catalano, freier Theologe und Hochzeitsredner

UF: Herr Catalano, was ist denn überhaupt der Vorteil einer freien Trauung und worin liegt dabei das Besondere?

DC: Der größte Vorteil ist natürlich die völlige Individualität der Rahmenbedingungen und auch des Ablaufs. Die Rahmenbedingungen kann das Brautpaar völlig einzigartig wählen. Einzigartig heißt in diesem Fall aber nicht, dass die Location besonders aufwändig sein muss, nur eben besonders individuell. Ich habe schon Trauungszeremonien im kleinsten Rahmen auf einer Blumenwiese organisiert oder auch einfach im heimischen Garten. Natürlich kann das Brautpaar auch ein Schloß als Location wählen oder einen Heißluftballon, jeder so wie er mag. Ein großer Pluspunkt ist natürlich auch, dass die Trauungszeremonien generell im Freien stattfinden können.

UF: Können bei einer freien Trauung auch traditionelle Elemente mit eingebracht werden?

DC: In eine freie Trauungszeremonie kann nahezu alles mit eingebracht werden, was sich das Brautpaar wünscht. Traditionelle Rituale wie der Ringtausch, werden fast immer vollzogen. Oft werden noch persönliche kreative Beiträge oder andere Elemente beigesteuert. Ich bin für alles offen, denn für mich ist es am wichtigsten, dass sich das Brautpaar in der Zeremonie „wiederfindet“.

UF: Wird eine freie Trauung vom Gesetz anerkannt?

DC: Eine freie Trauung hat den gleichen Status wie eine kirchliche Trauung, nämlich einen rein ideellen. Eine freie Trauung ersetzt demnach nicht eine standesamtliche Trauung, vor dem Gesetz besitzt nur die standesamtliche Trauung ihre Gültigkeit.

UF: Liegen denn freie Trauungen überhaupt im Trend, oder sind sie eher rückläufig?

DC: Meines Erachtens liegen freie Trauungen zurzeit absolut im Trend. Die Entscheidung, gerade eine freie Trauung zu feiern, hat allerdings sehr unterschiedliche Motivationen. Viele Paare die zu mir kommen, wollten sich erst kirchlich trauen lassen, aber aufgrund unterschiedlicher Konfessionen gab es Probleme mit der betreffenden Glaubensgemeinschaft. Wieder andere Brautpaare sind aus der Kirche ausgetreten und wollen sich nicht eigens wegen der Hochzeit wieder taufen lassen. Oft reizt aber einfach nur die völlige Individualität – die Paare können sich eine Traumhochzeit ausdenken und genau so wird diese dann auch gefeiert.

UF: Gibt es einen bewährte Vorgehensweise für den Ablauf einer freien Trauung?

DC: Aus meiner Erfahrung heraus, beginne ich mit einem ersten Vorgespräch circa ein halbes Jahr vor der Hochzeit. Für dieses Vorgespräch nehme ich mir zusammen mit dem Brautpaar viel Zeit, denn ich kann erst dann die passenden Worte finden, wenn ich das Brautpaar gut genug kenne. Im ersten Teil dieses Gespräches erzählt mir das Brautpaar seine „Story“ und lernt dabei natürlich auch mich kennen. Im zweiten Teil erzähle ich dem Paar, welche Basiselemente es für die Zeremonie gibt und welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um die eigenen Wünsche und Ideen des Brautpaares in den Mittelpunkt zu stellen. Zum zweiten Gespräch bringen dann die Brautleute die ausgesuchten Elemente und ihre eigenen Ideen mit. Zusammen mit meinen Erfahrungen und Vorschlägen, ensteht daraus dann die Trauungszeremonie. Danach geht für mich erst die eigentliche Arbeit los, da ich ausschließlich sehr persönliche Reden schreibe.

UF: Wird vermehrt nach Zeremonien im Trend der fernöstlichen Spiritualität gefragt und gibt es auch rein atheistische Trauungszeremonien?

DC: In Punkto Spiritualität gibt es keine deutlichen Tendenzen. Ein wenig öfter wurde in den letzten beiden Jahren schon nach Zeremonien mit fernöstlichem Touch gefragt, aber einen Trend kann ich da nicht sehen, da die meisten Brautpaare selbst sagen, dass sie nicht wirklich klare spirituelle oder religiöse Vorstellungen haben und dies betrifft sowohl christliche als auch fernöstliche Spiritualität. Der Wunsch nach einer Zeremonie mit fernöstlichem Touch wird dann von den wenigen Brautpaaren geäußert, die auch bereits deutliche Vorstellungen oder Erfahrungen mit fernöstlicher Religiosität mitbringen. Atheistische Trauungszeremonien, bei denen der Gottesbezug ganz bewusst vermieden wird, werden allerdings sehr oft verlangt.

UF: Wie lange vorher sollten sich Brautpaare denn mit Ihnen in Verbindung setzen, um eine freie Trauung zu organisisren?

DC: . Da es nur wenige freie Trauredner gibt, sind die Terminkalender meist überfüllt. Deshalb empfehle ich Paaren, die sich für eine freie Trauung interessieren, ungefähr ein Jahr vor dem geplanten Termin bei mir anzurufen. Manchmal kann ein kurzentschlossenes Brautpaar auch noch zwei Monate vorher einen Termin ergattern, aber das ist eher selten.

UF: Herr Catalano, was war für Sie persönlich die bisher schönste Trauungszeremonie?

DC: Der Beruf des Trauredners ist für mich gelebte Leidenschaft, deshalb ist es nicht nur ein Spruch wenn ich sage: Jede Zeremonie war einzigartig schön für mich, ich könnte wirklich nicht sagen, welche davon für mich die schönste war.

Daniel Catalano
Peterstraße 6a
97070 Würzburg
fon: 0162/2645201
www.trauredner.com

 

 

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