Trendreport Hochzeitsessen - Fleisch oder Fisch, welche Gaumenfreuden sind gefragt?

HochzeitsessenGerade beim Thema Hochzeitsessen scheiden sich oft die Geister. Manchmal scheint es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, dem Geschmack aller Gäste gerecht zu werden. Grund genug für Hochzeit Total, sich dieses Thema für den großen Hochzeits-Trendreport 2009 genauer unter die Lupe zu nehmen. Als Interviewpartner für den Sektor Hochzeitsessen, konnten wir Herrn Thomas Fahl vom Hotel Ölmühle gewinnen. Herr Fahl ist von Beruf Hotelbetriebswirt und Geschäftsführer. Bevor er das Hotel Ölmühle pachtete, war er 22 Jahre lang weltweit im Management verschiedener Robinson-Clubs tätig, davon 16 Jahre in leitender Position. Lesen Sie nachfolgend, ob man es wirklich allen Gästen recht machen kann - oder auch soll - und wie sich im Hochzeitsjahr 2009 die Trends bei den Tafelfreuden entwickeln.

Erfahren Sie hier mehr über die neuesten Trends in der Hochzeitsgastronomie:

UF: Udo Fleckenstein, unser Redakteur
TF: Thomas Fahl, Hotelbetriebswirt und Betreiber des Hotel Ölmühle

UF: Herr Fahl, geht der Trend für Hochzeitsessen eher zu südländischer Küche oder zurück zur bodenständigen deutschen Küche?

TF: Diese Frage kann ich recht klar beantworten, das ist ganz von der Jahreszeit abhängig. Im Sommer wird tendenziell mehr mediterranes Essen verlangt und während der kälteren Jahreszeit geht der Trend eher zur bodenständigen, regionalen Küche hin. Der mediterrane Vorspeisenteller ist mittlerweile allerdings schon fast zum Klassiker geworden und wird sehr oft verlangt, im Sommer wie im Winter.

UF: Werden momentan für Hochzeiten eher leichte Menüs verlangt, oder wird handfeste Kost bevorzugt?

TF: Da wir für Hochzeiten überwiegend Buffet-Kreationen servieren, können wir immer beides bieten. Wenn ein Gast leichte Kost wünscht, dann kann er beispielsweise als Vorspeise einen Salat vom Buffet wählen, zum Hauptgang Fisch oder Pute nehmen und als Dessert einen leichten Obtsalat essen. Ein Freund der handfesten Kost, und gerade auch ältere Gäste, werden oft eine Suppe bevorzugen, danach vielleicht einen Braten oder Medaillons wählen und ihr Menü mit einem Eis beenden. Also jeder so, wie er mag. Wir versuchen immer, ein möglichst breites Spektrum an Geschmack abzudecken. Generell kann man aber sagen, dass ein Fischgericht auf der Hochzeitstafel immer gewünscht wird.

UF: Wohin geht die Entwicklung beim Fleisch oder Fisch?

TF: Es gibt natürlich Klassiker, so sind beim Fleisch die Schweinemedaillons ein Dauerbrenner und bei den Fischgerichten spielt meist der Zander eine tragende Rolle. Der große Run auf Geflügelgerichte von Pute und Hähnchen, hat defintiv nachgelassen. Wir machen zwar durchaus noch ein Geflügelgericht zur Auswahl, welches dann meist das Wildgericht ersetzt, aber es gibt auch wieder häufiger Menüs ohne Geflügel. Bei den Fischgerichten wird von uns, außer dem Zander, oft noch Wildlachs oder Pangasius vorgeschlagen, denn diese Fischarten halten sich auf dem Buffet besonders lange frisch. Beim Fleisch wird überwiegend Rindfleisch und Wild gewünscht, wobei die traditionellen Schweinemedaillons selten fehlen.

UF: Werden auch manchmal vollkommen vegetarische Menüs verlangt?

TF: Nein, das ist bei uns noch nie vorgekommen und ich würde es ehrlich gesagt auch niemandem empfehlen. Wenn das Brautpaar vegetarische Kost bevorzugt, dann können wir gerne auch vegetarische Alternativen für das Buffet anbieten oder auch spezielle vegetarische Teller kreieren, aber dem Rest der Hochzeitsgesellschaft sollte man selbst die Wahl überlassen, ob mit oder ohne Fleisch. Also immer auch Fleischgerichte im Buffet anbieten, so dass jeder nach seinem eigenen Gusto dinieren kann. Ich hatte vor kurzer Zeit ein Brautpaar, das ein glutenfreies Hochzeitsmenü bei uns bestellen wollte. Meine Nachfrage ergab allerdings, dass nur die Braut kein Gluten vertrage. So schlug ich der Braut vor, ein exklusives glutenfreies Hochzeitsmenü speziell für Sie zu kochen, aber den restlichen Gästen ein „normales“ Hochzeitsessen anzubieten.

UF: Gibt es eigentlich noch die traditionelle Hochzeitssuppe?

TF: Die traditionelle Hochzeitssuppe gibt es noch, und meines Erachtens wird es sie auch immer geben, die Hochzeitssuppe ist zeitlos. Tendenziell wird natürlich in den heißesten Monaten die Nachfrage nach Suppengerichten nachlassen. Wir bieten bei circa 80% unserer Hochzeitsfeiern die Hochzeitssuppe mit an, die restlichen 20% der Brautpaare lehnen die Suppe aus Temperaturgründen ab. Es kommt aber auch darauf an, aus welchem Publikum sich die Hochzeitsgesellschaft zusammensetzt. Wenn viele ältere Menschen unter den Gästen sind, dann schlage ich gerne eine Hochzeitssuppe vor, denn für die meisten älteren Menschen gehört eine Suppe bei einem guten Essen dazu.

UF: Wird die Tischdeko meistens vom Hochzeitspaar selbst arrangiert oder übernimmt das Restaurant diese Aufgabe?

TF: Sowohl als auch, wir bieten zwar außergewöhnliche Tischdekorationen an, das ist gewissermaßen sogar eine Spezialität von uns, aber manchmal wird die Gestaltung auch vom Brautpaar selbst übernommen. Meist spielen dabei aber nicht die Kosten eine Rolle, sondern verwandtschaftliche oder freundschaftliche Bande zu einer Floristin oder Dekorateurin. Das ist für uns aber selbstverständlich auch in Ordnung.

UF: Wie sind die Trends für den süßen Abschluss des Hochzeitsmenüs?

TF: Momentan erleben wir eine wahre Renaissance der Dessertvariation „Heiße Liebe“, also dem klassischen Vanilleeis mit heißen Himbeeren oder Kirschen. Ansonsten wird meist noch Panna Cotta auf einem Fruchtspiegel gewünscht, aber selbstverständlich auch die Klassiker wie rote Grütze, Obstsalat, Mousse au Chocolat und natürlich auch verschiedene Eis-Variationen.

THF Hotel u. Gaststättenbetriebs GmbH
Hotel & Brauwirthaus Ölmühle
Im Markthof 2
63776 Mömbris
fon: 06029/950-0
www.hotel-oelmuehle.de

 

 

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