Trendreport Brautmode - Das trägt die Braut im Hochzeitsjahr 2009

Brautmode

Zum Thema Brautmode konnten wir einen ganz besonderen Interviewpartner für unseren Hochzeits-Trendreport gewinnen: Herr Engber, Textiltechniker und führender Brautmode-Designer bei Incanto Brautmode in München. Dieses Interview war für unseren Redakteur aus zwei Gründen etwas Besonderes. Zum einen, weil sich während des Interviews herausgestellt hat, dass es streng genommen gar keine Trends bei Brautkleidern gibt, zum anderen bringt Herr Engber eine derartige Begeisterung für seine Arbeit auf, dass Udo Fleckenstein nach dem Gespräch beschlossen hat, ein Abendkleid für seine Frau bei Incanto Brautmoden zu kaufen. „Am Ende des Interviews hatte ich ehrlich den Eindruck, dass glückliche Bräute das höchste Ziel im Leben dieses Künstlers sind“, so Udo Fleckenstein.
Lesen Sie nachfolgend die Brautmoden-Empfehlungen des Experten:

UF: Udo Fleckenstein, unser Redakteur
HE: Herr Engber

UF: Herr Engber, welche Farben werden zurzeit in der Brautmode am häufigsten gewählt?

HE: Für circa drei Viertel meiner Kundinnen kreiere ich Brautkleider in den Farben Créme oder anderen hellen Tönen, wobei auch manchmal leichte Rosé-Töne gewünscht werden. Ein reines, gebleichtes Weiß, empfehle ich allerdings auf keinem Fall, höchstens ein so genanntes Off-White oder auch ein champagnerfarbiges Brautkleid. Es kommt immer darauf an, wo die Hochzeit stattfindet, wie die Lichtverhältnisse sind und natürlich auch auf das Wesen der Braut – das gilt es vorher sorgfältig zu ermittlen.

UF: Sind im Hochzeitsjahr 2009 noch traditionelle Schnittmuster gefragt, oder gibt es völlig neue Schöpfungen in der Brautmode?

HE: Für Schnittmuster und Linien gibt es eigentlich gar keine Trends, das kommt immer ganz und gar auf die Braut an. Auch wenn beispielsweise die A-Linie oder die Fisch-Form im Trend liegen, werde ich solche Formen keinesfalls einer Braut empfehlen, zu der sie nicht passen. Ich bin glücklicherweise nicht darauf angewiesen einen Lagerbestand zu verkaufen, ich entwerfe jedes Kleid haargenau so, dass es 100% zu der ganz speziellen Dame, ihrer Hochzeit und sogar zu ihrem Bräutigam passt. Jedes Brautkleid von mir ist somit eine neue Schöpfung.

UF: Ist eine Schleppe noch zeitgemäß?

HE: Die Schleppe ist ein wunderschönes Accessoire und deshalb auch immer zeitgemäß. Ungefähr 90% meiner Kundinnen wünschen eine Schleppe an ihrem Kleid und gerade die Schleppe ist oft das romantische i-Tüpfelchen. Wenn eine Schleppe professionell verarbeitet und angebracht ist, wird sie mit Sicherheit nie aus der Mode kommen, die Schleppe ist zeitlos.

UF: Trägt man zurzeit eher einen Schleier oder einen Brauthut?

HE: Über 90% meiner Kundinnen bevorzugen den Schleier. Brauthüte werden sehr selten verlangt, obwohl ich natürlich je nach Typ auf diese Alternative hinweise. Die meisten Bräute empfinden jedoch eine gewisse Scheu vor dem Brauthut und wenn ich ehrlich bin, dann steht ein Hut auch nur den wenigsten Frauen. Wenn eine Braut aber ein Hut-Typ ist, dann wird sie mit dem passenden Brauthut umwerfend aussehen.

UF: Werden häufig Brautkleider verlangt, die man nach der Hochzeit noch umändern und zu anderen Anlässen tragen kann?

HE: Selbstverständlich! Fast alle meine Kundinnen wollen das so und ich empfehle es auch ausdrücklich. Ich arbeite fast ausschließlich mit feinster Seide und fände es jammerschade, wenn ein Kleid nur ein einziges Mal getragen wird und danach für 50 Jahre im Kleiderschrank hängt. Bei dem Gedanken an eine solche Verschwendung, tut mir das Herz weh. Jedes von mir entworfene Brautkleid lässt sich natürlich ummodellieren und so zu einem tollen Abendkleid machen. Die von mir verwendeten Seidenstoffe lassen sich auch herrlich einfärben und mit ein wenig Phantasie entsteht dann aus dem Brautkleid ein prachtvolles Abendkleid, welches keine Vergleiche scheuen muss.

UF: Entwickelt sich die Brautmode eher zum romantisch-verspielten, oder zum gewagt-avantgardistischen hin?

HE: Die Brautmode entwickeln wir individuell für jede Braut anders, denn jede Braut IST anders. Deswegen sollte es aus meiner Sicht eigentlich streng genommen keine zwei Brautkleider geben die sich völlig gleichen. Das Zauberwort heißt Beratung, denn typbezogene Beratung ist das A und O in der Brautmode. Ich nehme mir sehr lange Zeit, um mit der Braut zu kommunizieren, denn jeder Mensch hat seine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und auch Eigenarten. Das Level, auf dem sich unsere Brautkleider befinden, kennt keine Trends. Gerade deshalb haben wir vielleicht auch so viel Kundschaft aus ganz Deutschland, den Nachbarländern oder auch den nordischen Ländern. Natürlich versucht die Bekleidungsindustrie gewisse Trends vorzugeben, aber solche Trends bezeichne ich bestenfalls als „verzerrte“ Trends.

UF: Können Sie künftigen Bräuten aufgrund Ihrer reichhaltigen Erfahrung noch einen Tipp mit auf den Weg geben?

HE: Achten Sie beim Kauf Ihres Brautkleides darauf, ob das Verkaufspersonal mit Ihnen kommuniziert oder ob es nur über die vorhandene Kollektion redet. Bevor Sie sich nicht von der Verkäuferin oder dem Verkäufer richtig verstanden fühlen – und zwar mit restlos allen Ihren Wünschen, Bedürfnissen und auch Sorgen -  sollten Sie keinesfalls ein Brautkleid ordern. Ein kleiner Tipp: Ein typbezogenes Beratungsgespräch dauert länger als 10 Minuten... Wenn das Fachpersonal noch nicht einmal fragt, wann und vor allem in welchen Örtlichkeiten Sie feiern wollen und sich zudem nicht für Ihre ganz persönliche „Geschichte“ interessiert, dann sollte Sie das nachdenklich machen.

Incanto Brautmode
Atelier und Modedesign
Oberanger 44
80331 München
fon: 089/38808864
www.incanto-brautmode.de

 

 

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