Hochzeitsbräuche in Deutschland und Österreich - von Brautentführung bis Spalierfahrt

Die Hochzeitsbräuche in Deutschland und Österreich sind nur schwer zu überblicken. Manchmal findet man nicht nur in anderen Bundesländern, sondern sogar in benachbarten Landkreisen und Ortschaften ein völlig anderes Brauchtum. Aus den vielfältigen Traditionen und Ritualen, haben wir deshalb nur die beliebtesten Hochzeitsbräuche für Sie herausgesucht.

HOCHZEITSHERZ
Ein Brauch, der in den letzten Jahren bei den meisten Hochzeiten zu sehen war, ist das Hochzeitsherz zum Ausschneiden. Das Brautpaar muss mit einer Nagelschere ein großes Herz aus einer Stoffbahn schneiden und anschließend als symbolischer "Ehe-Einstieg" durch die entstandene öffnung steigen.
Hier bekommen Sie das Material für diesen Hochzeitsbrauch:
http://www.hochzeitsgeschenke.org/hochzeits-herz.html

SEIFENBLASEN
Der Brauch, das Brautpaar beim Auszug aus der Kirche mit Reis zu bewerfen, wird von fast keiner Kirchengemeinde mehr geduldet. Eine schöne und moralisch korrekte Alternative sind Seifenblasen. Seifenblasen speziell für die Hochzeit bekommen sie zum Beispiel bei diesem Anbieter:
www.weddingshop.de/seifenblasen



BRAUTENTFÜHRUNG:
Dieser beliebte Brauch sieht vor, dass die Braut während der Hochzeitsfeierlichkeiten von Freunden "entführt" wird. Die Entführer ziehen dann meist von Kneipe zu Kneipe, oder treffen sich in einer bestimmten Gaststätte, wo der Bräutigam dann seine Braut gegen Zahlung der Zeche wieder auslösen kann.
In Zeiten erhöhter Sicherheitsstandarts und ubiquitärer Wachsamkeit, sollte man solche "Entführungen" allerdings keinesfalls übertreiben.....


BRAUTSCHUH-VERSTEIGERUNG:
Während der Hochzeitsfeier wird ein Schuh der Braut entwendet und dann nach den Grundregeln einer öffentlichen Auktion versteigert. Die Gäste legen Ihre Gebote dann jeweils in den Schuh und am Schluß wird der Schuh üblicherweise mitsamt den Geboten vom Bräutigam ersteigert und an die Braut zurückgegeben.
Auch in unserem digitalen Zeitalter sollte man für eine solche Versteigerung kein Online-Auktionshaus bemühen.....


BRAUTSTRAUß-WERFEN:
Der Brautstrauß, welcher sittengemäß vom Bräutigam besorgt werden sollte, wird nach der kirchlichen Feier von der Braut über den Rücken in die versammelten unverheirateten Frauen geworfen. Diejenige, die den Brautstrauß auffängt wird nach diesem Brauch die nächste Braut werden.
Falls der Brautstrauß in einer Vase steckt, sollte er vor dem Werfen herausgenommen werden.....


HÄCKSEL- STROH-STREUEN:
Bei diesem Brauch geht es darum, am Tag vor der Trauung die Wohnorte von Braut und Bräutigam mit einer Spur aus Stroh, Holzschnitzel oder ähnlichem zu verbinden. Meist wird diese Verbindung vom alten Freundeskreis angelegt, welcher dann am Zielort mit dem Brautpaar zusammen feiert.
Schwierig wird es natürlich, wenn Braut und Bräutigam aus verschiedenen Ländern stammen.....


JUNGGESELLENABSCHIED:
Der Junggesellenabschied gehört mittlerweile zum festen Repertoire der Pflicht-Aktionen vor einer Heirat. Der Ehemann, oder auch die Ehefrau, wird ein letztes Mal zu einem (meist exzessiven) Trinkgelage ausgeführt um noch einmal richtig auf den Putz zu hauen. 
Die Torturen, welche die künftigen Eheleute an diesem Abend überstehen müssen, reichen von lustig-skurril bis zu derb-peinlich.....bitte seien Sie gnädig!


KINDSBAUM/WÄSCHELEINE:
Einer der häufigsten Hochzeitsbräuche der hierzulande praktziert wird, ist wohl das Aufstellen eines Hochzeitsbaumes oder das Aufhängen einer Wäscheleine vor dem Haus der künftigen Eheleute. Am Baum oder an der Leine werden dann Babyutensilien befestigt, welche das Brautpaar auf seine Pflicht erinnern sollen, möglichst schnell Nachwuchs in die Welt zu setzen.


MASCHKERN:
Beim Maschkern (maskieren), einem Brauch der vor allem im Süden Deutschlands und in Österreich oft praktiziert wird, stellen Laien aus dem Bekanntenkreis des Ehepaars eine kleine "Schauspieltruppe" zusammen, welche dann Szenen aus dem Leben der Brautleute zum Besten gibt. Beliebtes Highlight dieses Schauspiels ist die in Szene tretende Ex-Freundin, welche dem Bräutigam strikt von der Heirat abrät
Wer das Maschkern etwas professioneller aufziehen möchte, kann auch versuchen bekannte Entertainer berüchtigter Casting-Shows für die Regie des Sketches zu gewinnen.


POLTERABEND:
Auch der Polterabend gehört zum Standard und wird meist am Tag nach der standesamtlichen Trauung zelebriert. An diesem Abend wird der Kreis der entfernten Bekannten und Nachbarn zu einem deftigen Essen und zu Bier eingeladen. Ein weiterer Brauch an diesem Abend ist das Werfen von Porzellan in den Hof des zukünftigen Brautpaares.
Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Polterabend nicht zur Sondermüllabgabe animiert.....das Werfen von Porzellan bringt Ihnen sicher mehr Glück als das Werfen von Autobatterien.


REIS WERFEN:
Der Brauch des Reis-Werfens, der dem Brautpaar Kinderreichtum und Fruchtbarkeit bescheren soll, wird aus moralischen Gründen immer mehr abgelehnt. Den Reis kann man symbolisch durch Styroporkugeln oder Seifenblasen ersetzen, so dass man keine Grundnahrungsmittel auf den Boden werfen muss.

SÄGEN:
Nach der kirchlichen Trauung steht vor dem Kirchenportal ein Sägebock mit einem mehr oder weniger dicken Baumstamm darauf. Dieser Baumstamm muss vom Brautpaar zusammen mit einer Schrotsäge durchgesägt werden. Dabei kommt es darauf an, dass Braut und Bräutigam abwechselnd und gleichmässig ziehen bzw. loslassen, damit sich die Säge nicht verklemmt.
Weitsichtige Gatten sollen schon eine Motorsäge hinter der Kirchentür versteckt haben.....


SPALIERFAHRT/HOCHZEITSKORSO:
Das Brautpaar wird auf dem Weg von der Kirche zum Veranstaltungsort der Hochzeitsfeier von einem Autokorso begleitet. Die mitfahrenden Autos haben meist weiße Schleifchen an den Antennen und hupen bei Ortsdurchfahrten. Das Hochzeitsauto ist mit Blumen und Schleifen dekoriert. Besonders turbulent fällt ein solcher Korso aus, wenn das Brautpaar von Motorrädern (ohne Auspuffanlage) begleitet wird.

WOHNUNG "UMRÄUMEN":
Gefürchtet von allen Brautpaaren ist das Wohnung umräumen - während der Hochzeitsfeier bringt ein Bekannter des Brautpaares, durch Diebeslist oder falschen Vorwänden, den Schlüssel der gemeinsamen Wohnung an sich. Dann räumen mehrere Freunde die Wohnung des Brautpaares so um, dass nichts mehr an Ort und Stelle ist und versehen die Räumlichkeiten (im schlimmsten Falle) mit mehr oder weniger lustigen "Fallen".
Vergewissern Sie sich vorher aber unbedingt, dass die Eheleute keinen scharfen Wachhund oder andere gefährliche Tiere in der Wohnung halten....

 

 

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